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Aktiva und Passiva?! - Die Bilanz

Das Aktiva-Passiva-Prinzip in der doppelten Buchführung (Doppik) ist ein grundlegendes Konzept zur Darstellung der finanziellen Lage eurer Gemeinde. Es hilft, die Herkunft und Verwendung von Mitteln darzustellen. Hier eine einfache Erklärung: 

 Aktiva

Die Aktiva (Vermögenswerte) zeigen, wie das Kapital der Körperschaft verwendet wird. Sie bestehen aus verschiedenen Arten von Vermögenswerten, die in zwei Hauptkategorien unterteilt werden:

1.  Anlagevermögen: Langfristige Vermögenswerte, die der Gemeinde über einen längeren Zeitraum dienen, z.B.:

  • Grundstücke und Gebäude
  • Büro- und Geschäftsausstattung
  • Anlagen im Bau
  • Finanzanlagen

2. Umlaufvermögen: Kurzfristige Vermögenswerte, die schnell in Geld umgewandelt werden können, z.B.:

  • Vorräte
  • Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Geld, das die Gemeinde noch bekommt)
  • Barkassen & Girokonten
Passiva

Die Passiva (Schulden und Eigenkapital) zeigen, woher das Kapital eurer Gemeinde kommt. Sie bestehen ebenfalls aus zwei Hauptkategorien:

1. Eigenkapital: Das bestehende odet eingebrachte Kapital und die erwirtschafteten Gewinne, z.B.:

  • Vermögungsgrundbestand
  • Kapitalvermöge & Pflichtrücklagen
  • Budegtrücklagen & Kollekten
  • Bilanzergebnis/ Gewinnvortrag

2. Sonderposten

  • Verpflichtungen
  • Aufzulösende Zuschüsse und Zuweisungen
  • Zweckgebundene Spenden

3. Fremdkapital: Schulden, die die Körperschaft hat und die zurückgezahlt werden müssen, z.B.:

  • Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
  • Bankkredite
  •  Rückstellungen

Die Bilanz  zeigt die Aktiva auf der linken Seite und die Passiva auf der rechten Seite. Die Summe der Aktiva muss immer der Summe der Passiva entsprechen:

Aktiva = Passiva

Das bedeutet, dass jedes Mal, wenn die Gemeinde Geld einnimmt oder ausgibt, sich sowohl die Aktiva als auch die Passiva ändern, aber die Bilanz bleibt immer ausgeglichen. Zum Beispiel, wenn die Gemeinde einen Kredit aufnimmt (Zunahme von Fremdkapital), kann es dieses Geld verwenden, um neue IT für das Büro zu kaufen (Zunahme des Anlagevermögens).

Aktiva: Zeigt, wie das Kapital der Gemeinde verwendet wird (Vermögenswerte).
Passiva: Zeigt, woher das Kapital der Gemeinde kommt (Eigenkapital und Schulden).

Das Aktiva-Passiva-Prinzip sorgt dafür, dass die finanzielle Lage  klar und verständlich dargestellt wird.

Schema der Bilanz gemäß § 41 Absatz 1 FiVO

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