Suche

10 gute Gründe, sich ehrenamtlich zu engagieren

Freiwilliges Engagement prägt das Miteinander in unserer Gesellschaft. Ob in Vereinen, der Kirche oder in der Nachbarschaft – Menschen setzen sich für andere und das Gemeinwohl ein. Die wichtigsten Motive: Freude, Mitgestaltung und der Wunsch, zu helfen. So vielfältig wie die Akteure sind auch die Herausforderungen, doch eins ist klar: Ehrenamt braucht Unterstützung, Vernetzung und neue Ideen, um auch in Zukunft stark zu bleiben.

Warum es sich lohnt, gemeinsam aktiv zu werden? Das Netzwerk für bürgerschaftliches Engagement in NRW hat für euch gleich 10 gute Gründe gesammelt:  

1. Perspektivenvielfalt 

Netzwerke sind mehr als die Summe ihrer einzelnen Akteur*innen. Eine Vernetzung der lokalen Engagementlandschaft ermöglicht den Dialog von handelnden Personen aus verschiedenen Engagementfeldern und bringt so unterschiedliche Interessen und Hintergründe mit einem breiten Spektrum von Perspektiven, Ideen und Lösungsansätzen an einen Tisch. 

2. Synergieeffekte 

In einem Netzwerk werden Synergieeffekte erzielt, durch die Bündelung von Ressourcen und Expertisen und der Förderung des von- und miteinander Lernens. Doppelte Anstrengungen können dadurch vermieden werden und Projekte eine Effizienzsteigerung erfahren. 

Ganz praktisch können beispielsweise gemeinsame Fortbildungen und Qualifizierungen verabredet werden oder es entwickeln sich nachhaltigere innovative Lösungen zu den aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen (Demografischer Wandel, Einwanderung etc.). Bestenfalls entstehen über lokale Netzwerke hinaus neue Partnerschaften und langfristige Beziehungen. 

3. Anerkennung 

Lokale Herausforderungen gemeinsam zu gestalten kann in Engagementzusammenschlüssen gelingen, wenn eine Kommunikation auf Augenhöhe stattfindet; sei es mit der Verwaltung, der Politik oder anderen professionell tätigen Akteur*innen. Für die zivilgesellschaftlich organisierten lokalen Beteiligten bedeutet dies Anerkennung und Wertschätzung ihrer Arbeit im Haupt- oder Ehrenamt. 

Lokale Zusammenschlüsse bieten zivilgesellschaftlich engagierten Bürger*innen eine Plattform, um ihre Ideen und ihr Engagement übergreifend einzubringen. Anregungen und Ideen erfahren eine Aufwertung und motivieren bei Unterstützung durch die Engagementpartner*innen zum freiwilligen Engagement

4. Freude 

Mit dem gemeinsamen Wirken von Haupt- und Ehrenamt in lokalen Engagementbündnissen sollen auch Spaß und Freude verbunden sein. Es können neue soziale Bindungen entstehen, sinnstiftende Tätigkeiten ausgeübt und darüber auch persönliche Erfolgserlebnisse verbucht werden. 

5. Nachhaltigkeit 

Durch eine starke Ausrichtung der gemeinsamen Zusammenarbeit auf die Bedürfnisse und Gegebenheiten vor Ort können Projekte und Programme nachhaltiger gestaltet werden, da sie auf langfristige Strategien und breitere Unterstützung setzen können. 

Sofern noch nicht vorhanden, kann die Initiierung eines Engagementnetzwerks zu einer Bestandsaufnahme des lokalen bürgerschaftlichen Engagements führen. Eine Bestandsaufnahme kann Doppelstrukturen sichtbar machen sowie Handlungsoptionen und gemeinsame Ziele identifizieren. Die Zusammenarbeit kann schließlich der Ausgangspunkt für die Erarbeitung von lokalen Engagementleitlinien oder -strategien sein. 

6. Empowerment 

Gemeinsame bürgerschaftlich getragene Aktionen stärken das Selbstbewusstsein der lokalen Akteursgruppen und der Engagierten. Damit verbunden können eine höhere Eigenverantwortung und die Öffnung des selbstbestimmten Gestaltungsrahmens sein. Dies stärkt die Identifikation des eigenen Tuns und führt zur Verbesserung der Lebensumgebung. 

7. Interessenvertretung 

Lokale Engagementzusammenschlüsse führen zu einer größeren Reichweite und zu mehr Sichtbarkeit von Engagement in der örtlichen Gemeinschaft – mehr Menschen können erreicht und zum Mitmachen motiviert werden. 

Gemeinsame Anstrengungen können schließlich eine stärkere Stimme für spezifische Anliegen schaffen und gegenüber der Öffentlichkeit und politischen Entscheidungsverantwortlichen besser wahrgenommen werden. Als Interessenvertretung können lokale Engagementnetzwerke als Bindeglied zwischen Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft fungieren. 

8. Lernort 

Eine Vielzahl von Lernmöglichkeiten – auch das kann ein lokales Engagementnetzwerk bieten: Praktische Erfahrungen sammeln, Teamarbeit und Kommunikation optimieren, soziale Kompetenzen erwerben, Fachwissen erweitern, Persönlichkeit bilden. 

Das informelle Lernen im gemeinsamen Tun des lokalen Handlungsfeldes bürgerschaftliches Engagement führt aber nicht nur zu einem allgemeinen Kompetenzgewinn: Engagementnetzwerke können als besondere Lernorte für Demokratie dienen und diese fördern! 

9. Resilienz und sozialer Zusammenhalt 

Die Intensivierung von gemeinsam abgestimmten Begegnungs- und Dialogangeboten zwischen Menschen unterschiedlicher sozialer Schichten, Kulturen und Altersgruppen – ganz besonders in Stadtteilen und Quartieren – stärkt den lokalen sozialen Zusammenhalt. Ein so funktionierendes lokales Engagementnetzwerk trägt dazu bei, die örtliche Gemeinschaft widerstandsfähiger für Herausforderungen zu machen. Es kann eine wichtige Rolle bei der Bewältigung von Krisen spielen, indem eine schnelle koordinierende Funktion zur Bereitstellung von Ressourcen und Unterstützungsleistungen übernommen werden kann (Beispiele: Flüchtlingszuzug, Pandemie, Flutkatastrophe etc.). 

10. Transformation 

Wir stehen in Deutschland vor großen Transformationsprozessen. Klimapolitische Herausforderungen, die Bekämpfung von Extremismus, der Wandel hin zu einem Einwanderungsland, der demografische Wandel oder die immer komplexer werdende Digitalisierung – all das kann nur bewältigt werden, wenn Politik, Verwaltung und eine starke Zivilgesellschaft eng zusammenarbeiten. Auf der lokalen Ebene könnten Engagementnetzwerke einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung leisten. 

Schließen

Ich suche Infos zu: