Die Kirchensteuer bildet die Grundlage für eine stabile Finanzierung und ermöglicht der Evangelischen Kirche, zuverlässig ihre Aufgaben wahrzunehmen. Dadurch, dass die Zahlungen kontinuierlich jeden Monat von unseren Gehältern abgezogen werden, kommt sie den Menschen in den Gemeinden und in der Gesellschaft dauerhaft zugute.
Von jedem Euro Kirchensteuer werden 36 Cent für Gottesdienste und Seelsorge verwendet, einschließlich Taufen, Konfirmationen, Trauungen und Beerdigungen. Die lokale Seelsorge durch Pfarrerinnen und Pfarrer, finanziert von der Landeskirche, profitiert davon.
Acht Cent decken den Gebäudeunterhalt für Kirchen, Gemeinde- und Pfarrhäuser sowie die Kosten der Jugend- und Familienarbeit.
Zwölf Cent von jedem Euro fließen in Bildungsaufgaben, von Religionsunterricht durch kirchliche Lehrkräfte bis zu Fach- und Hochschulen, einschließlich der Diakonenausbildung, sowie Erwachsenenbildung und kirchliche Schulen.
Sechs Cent werden für Diakonie und gesellschaftlichen Zusammenhalt aufgewendet. Dabei dienen Kirchensteuermittel häufig als Grundfinanzierung für gesamtgesellschaftliche Aufgaben, die zusätzlich von Staat oder Privatpersonen unterstützt werden. Die Kirchensteuer wirkt hier wie ein Hebel und erzeugt Synergien.
Vier Cent fließen in Kirchenmusik, Orchester, Konzerte und kulturelle Veranstaltungen, während zwei Cent für Lebensbegleitung in besonderen Situationen wie Krankenhaus-, Polizei-, Notfall- und Telefonseelsorge bestimmt sind.
Zwölf Cent von jedem Euro werden für Leitung und Verwaltung in der Landeskirche, den Kirchenbezirken und vor Ort benötigt. Die administrative Unterstützung ermöglicht professionelle Lebensbegleitung und ehrenamtliches Engagement und ist kein Selbstzweck.
Neun Cent dienen der Unterstützung finanzschwächerer evangelischer Kirchen, der EKD, den Hilfswerken Brot für die Welt und der Diakonie-Katastrophenhilfe sowie dem weltweiten Engagement der Landeskirche. Schließlich erhält der Staat drei Cent als Entgelt für den Kirchensteuereinzug – deutlich kosteneffizienter, als wenn die Kirche dies selbst organisieren müsste.
Die Kirchensteuer ist ein finanzielles Instrument, das es uns ermöglicht, unsere vielfältigen Aufgaben und Dienstleistungen zu finanzieren.
Ein wesentlicher Aspekt, den die Evangelische Kirche von Westfalen betont, ist die Transparenz in Bezug auf die Verwendung der Kirchensteuergelder. Die Finanzierung wird sorgfältig dokumentiert und regelmäßig veröffentlicht, um allen Menschen Einblick in die finanziellen Aktivitäten der Kirche zu gewähren. Dies schafft Vertrauen und verdeutlicht, dass die finanziellen Mittel sinnvoll und verantwortungsbewusst eingesetzt werden.
Wenn du mehr Fragen rund um das Thema Kirchensteuer hast, dann findest du hier Links und Materialien, die dir auf jeden Fall weiterhelfen:
https://www.evangelisch-in-westfalen.de/kirche/haeufige-fragen/kirchensteuer/
