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Oh du fröhliche

Kennt Ihr den Jubelkarl? Er singt bestimmt gerne das bekannte Weihnachtslied „Oh du fröhliche“, das an Heilig Abend sicherlich auch in Eurer Kirche gesungen wird, mit. Da heißt es: „Welt ging verloren, Christ ist geboren: Freue, freue dich, o Christenheit!“

Im Ennstal und im Steyrtal in Oberösterreich gibt es die sogenannten Nagelschmiedkrippen. Es sind idyllische Darstellungen der Weihnachtsnacht in einem Oberösterreichischen Ambiente. Alle klassischen hauptamtlichen Figuren sind dabei: Jesus, Maria, Josef, Hirten, evtl sogar drei Könige. Aber es gibt eine besondere Weihnachtsfigur dabei, die ich überaus spannend finde. Ich will sie gerne ehrenamtlich nennen, weil sie sehr wichtig ist, aber viel weniger Ehre bekommt. Sie wird nicht oft erwähnt. Es ist der Jubelkarl. Leider dürfen wir hier kein Bild von ihm zeigen, weil uns die Rechte nicht vorliegen. Aber wenn Sie den Jubelkarl in eine Suchmaschine in Ihrem Browser eingeben, werden Sie Bilder von ihm finden.

Es gibt diese besondere Figur nicht nur in Oberösterreich. In Frankreich in der Provence heißt sie Ravi – übersetzt „der Entzückte“ – in Italien gibt es diese Figur auch in einigen Gegenden und heißt dort Carlo Allegro – also der fröhliche Karl.

Irgendwo in den Krippenbildern taucht er auf. Der Jubelkarl reist die Arme hoch, ihm steht der Mund offen, er wirkt ein bisschen tänzelnd, traditionell gekleidet – also: einer von uns. Und der jubelt einfach. Der freut sich einfach riesig, dass Jesus geboren ist, dass Gott Mensch geworden ist. Der Jubelkarl staunt, der tanzt, der lacht.

Wenn es für uns als engagierte Christinnen und Christen einen Auftrag an Weihnachten gibt, dann ein Jubelkarl (oder eine Jubelkarla) zu sein. Das Ehrenamt ist da noch viel ausstrahlfähiger als das Hauptamt. Denn wir tun es einfach, ohne es zu müssen.

Wir wünschen eine gesegnete Advents und Weihnachtszeit.

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